Auf dem Moped durch die kargen Landschaften Süditaliens
Das Land, in dem die Zitronen blühen, liegt auf einer Insel im Mittelmeer. Schon Goethe was fasziniert von der kargen Schönheit Siziliens. Hier wollte er bleiben, im Schatten der Mandel- und Olivenbäume. Träge und schläfrig. Nichts für ungut. Schließlich war der große Dichter schon etwasbetagt, aber für das süße Nichtstun eignet sich Sizilien nicht wirklich. Die bergigen Dörfer und Landschaften, die großen Promenaden am Meer und die mit schönster Flora und Fauna umrandeten Straßen und Autobahnenschreien nach Action. Nicht mit dem Auto oder Bus. Sondern mit dem Motorrad! Wer Sizilien wirklich erkleben möchte, sollte das mit dem traditionellen Verkehrsmittel der Südländer tun: der ewig hupenden, knarzenden Vespa. Wer sich hingegen nicht auf italienische Wertarbeitverlassen möchte, bringt zu seinem Süditalientrip einfach sein eigenes Motorrad mit.
Idyllischen Bergdörfer und große Metropolen
Im Süden fängt die Lebenslust bekanntlich an. Dazu gehört auch, sich mal ordentlich Luft zu verschaffen. Die Italiener tun dies gewöhnlich sehr oft und zwar im Straßenverkehr. Ein behäbiges Dahingleiten ist im italienischen, speziell sizilianischen Straßenverkehr, nicht möglich. Hier kracht’s im Akkord aus allen Hupen. Sollte man wissen, damit man sich nicht ärgert. Aber die wunderschöne Landschaft beruhigt die erhitzten deutschen Gemüter schnell. Sizilien ist eine sehr grüne Insel. Auf felsiger Ebene erstrecken sich auf der Insel riesige Täler und subtropische Wälder. Palmen säumen die Alleen von idyllischen Bergdörfern wie im beschaulichen Fischerörtchen Licata oder in den großen Metropolen Palermo und Catania. Das Straßennetz ist gut ausgebaut. Mopedfahrerkönnen problemlos weite Strecken mit ihrem Fahrzeug zurücklegen.
Kulturerbe aus längst vergangenen Zeiten
Wer am kulturellen Erbe Siziliens interessiert ist, sollte einen Abstecher nach Agrigento machen. Hier stehen die wichtigsten archäologischen Stätten Siziliens. Die beeindruckenden Ruinen aus der Zeit Alexander des Großen, jenes kühnen griechischen Feldherren, der vor Tausenden von Jahren Europa beherrschte, sind gut erhalten. Diejenigen, die mit offenen Mündern vor dem mächtigen Amphitheater mit der immer nochbeeindruckenden Akustik stehen, sind nicht allein. Auch der große Dichterfürst Goethe stand einst so da in Agrigento. Seine stammelnden Lobeshynmnen sind nachzulesen in seinem Werk „Italienische Reise“.

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